Concerto di Belcanto
60 Jahre Repubblica Italiana
vom 3. September 2006 17.00h im Stadtcasino Basel

Gioacchino Rossini
Guillaume Tell


MATHILDE:
Mona Somm
ARNOLD: Xu Chang
TELL: Gion Jäger
WALTER: Peter Zimpel
HEDWIG:
Christine Schmid
JEMMY: Eva Buffoni
CHOR: Extrachor Bad.
Staatstheater Karlsruhe (Choreinstudierung Carl Robert Helg)
weitere Chöre u.a. Extrachor der Bündnerchöre Will & Winterthur

8) Ouverture
9) «Quel jour serain le ciel presage» Chor
10) «sombre forêt» Mathilde s
11) «Doux aveu» Arnold t, Mathilde s       
12) Pas de trios et Choeurs Tyrolien Chor
13) Pas de Soldats Orchester
14) «Sois immobile» Tell br
15) «Asile héréditaire» Arnold t, Chor
16) «Je rends à votre amour» Mathilde s, Jemmy s, Hedwig ms
17) «Toi, qui du faible es l’espérance» Hedwig ms, Mathilde s, Chor
18) «Liberté» alle Interpreten

 

Musik und Libretto wurden von Gioacchino Antonio Rossini mit besonderer Sorgfalt gepflegt, es war ja bewusst seine letzte, aber zugleich auch seine erste grosse, französisch geprägte Oper. Rossini wollte damit alle, das normale Publikum, die Presse, ja die gesamte musikalische Welt begeistern. Die Uraufführung fand am 3. August 1829 in Paris statt und die Rezensionen fielen unterschiedlich aus. Der damals 36-jährige fühlte sich ausgebrannt, war gesundheitlich wohl etwas angeschlagen, doch bereits finanziell unabhängig.  

In Italien wurde die Oper als «Guglielmo Tell» am 17. September 1831 in Lucca erstmals aufgeführt, und das mit grossem Erfolg. Dank der liberalen Herrschaft des Grossherzogs Leopold II von der Toscana wurde Calisto Bassis Übersetzung des Librettos ohne jede Änderung zugelassen, und das war damals keine Selbstverständlichkeit. In Mailand verlangte die habsburgische Zensur, dass der Ort des Geschehens nach Schottland verlegt und der Titel in «Gugliemo Vallace» geändert werde. Auch in anderen Städten verlangte deren Zensur Änderungen. Der Tell war vielen zu revolutionär, so in Rom, London und Petersburg. Im 19. Jahrhundert wurde die Oper regelmässig in französischer wie auch in italienischer Sprache aufgeführt, aber selten in ihrer kompletten Fassung.

So wurde Guillaume Tell nach gut 20 Jahren das Dessert seines Oevres von insgesamt 39 Opern. Er verbrachte seine anschliessende Lebenshälfte ebenso erfolgreich als «kulinarischer Inspirator». Kompositionen aus dieser Periode bezeichnete er schalkhaft auch als «Péchés de vieillesse».  Sein erfülltes Leben erlosch am 13. November 1868 in Paris.

 

Concerto di Belcanto
60 Jahre Repubblica Italiana
vom 3. September 2006 17.00h im Stadtcasino Basel