Der Dirigent
Der Pianist
Referenzen
Carl Robert Helg ist nicht mehr
Carl Robert Helg
ist am 23.7.2011 in Karlsruhe von der
Theaterbühne gestürzt und hat sich dabei so verletzt, dass er noch
am Nachmittag verstarb.
Er hat sich bei
allen seinen Projekten immer voll ausgegeben, am Klavier, als
Chorleiter oder Dirigent, er konnte jeden anfeuern und begeistern,
doch ihm fehlte am Schluss die Kraft für sich selbst. Die
eingeleiteten Veränderungen im Theater Karlsruhe konnte er nicht
verarbeiten. Tragisch, denn per Juli 2011 wurden ihm am Stadttheater
Bern neue Aufgaben übertragen.
Genies gehen
oftmals Wege die wir nicht verstehen, aber wir müssen sie
respektieren.
http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Toedlicher-Sturz-am-Staatstheater-in-Karlsruhe;art6066,672911
Aus dem Abschiedsgottesdienst für Carl Robert
vom 29. Juli 2011 in Uttenweiler
1. Musik
2. Einleitung
Liebe Trauergemeinde! Liebe Mitchristen! Liebe
Freundinnen und Freunde von Carl Robert und Christine!
Trauernd – betroffen – sprachlos – geschockt -
aufgewühlt – aufgebracht – ja wütend – mit vielen Fragen und doch
auch mit Hoffnung sind wir in dieser Kirche versammelt. Alle diese
Gefühle sind berechtigt, denn Gott will, dass wir ehrliche,
aufrichtige Menschen sind. Wenn wir nicht von dieser christlichen
Hoffnung auf eine bessere Welt erfüllt wären, kämen wir nicht in
diesem Gotteshaus zusammen, um eine Stunde bei Gott zu sein und
zumindest unsere Fragen hier zu deponieren.
An den Anfang dieses Gottesdienstes möchte ich
einen Vers aus Psalm 55 stellen. Der Psalm ist überschrieben mit
„Klage und Vertrauen eines Alleingelassenen“. In Vers 7 sagt der
Psalmist: Hätte ich doch Flügel wie
eine Taube, dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.
Carl Robert ist wie eine Taube davongeflogen. Wir glauben, dass
er zur Ruhe gefunden hat. Wir rufen Gott um sein Erbarmen an, für
Carl Robert, aber auch für uns alle.
Wir antworten auf die 3 Anrufungen mit dem
Kyrie eleison auf dem Liedblatt Nr.1. Ich lade Sie ein, forte und
con forza möglichst mehrstimmig zu singen, wie es sich für einen
Chordirektor gehört.
3. Kyrie
Wie werden wir diesen Tod je verstehen können?
Viele „Wenn“ und „Aber“, Viele „Hätte ich doch“ und „Wäre ich doch
nur“ – viele Schuld- und Wutgefühle über diesen abrupten Abschied
quälen uns. Gott, komm du uns in unserm Schmerz entgegen.
Alle: KG 70
Warum musste das geschehen? Warum gab es keinen anderen Weg mehr?
Fragen über Fragen, die uns quälend bedrängen. Gott, komm du uns in
unserem Fragen tröstend entgegen.
Alle: KG 70
Unerträglich sind die Bilder, die wir mit diesem Tod verbinden.
Gott, Dir vertrauen wir Leben und Sterben von Carl Robert an, damit
du das Zerbrochene vereinst und wir erahnen können, wie du uns
heilend begleitest.
Alle: KG 70
Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns unsere Sünden
nach und führe uns einst alle zusammen mit Carl Robert und all
unseren lieben Verstorbenen zum ewigen Leben. Amen
4. Gebet
Das folgende Gebet nach Psalm 121 möchte ich
Carl Robert in den Mund legen und jetzt an seiner Stelle für ihn
beten.
Herr, ich bin so müde,
kaum noch, dass ich Kraft habe
die Augen zu erheben und Ausschau zu halten nach Hilfe.
Ich kann so nicht mehr leben und will es auch nicht mehr.
All die Menschen, die mir zur Seite stehen,
können mein Herz nicht erwärmen.
Mein Herz ist schon längst fortgegangen in ein unbekanntes Land.
Ich will ihm folgen und erlöst sein von allem, was mich bedrängt.
Wirst du mit mir gehen? Wirst du mich behüten?
Oder wirst du dein Angesicht weiterhin von mir wenden,
so wie du es tust seit geraumer Zeit?
So gehe ich jetzt fort aus diesem Leben
und hoffe doch nichts sehnlicher als dies:
dass du mir das Leben wiedergibst
und all meine Tränen trocknest,
dass du mir Zuflucht gibst und Geborgenheit:
jetzt und für immer.
Amen.
5. Lebenslauf (Anita) Wir hören jetzt einen
kurzen Lebenslauf von Carl Robert, verfasst von seinen Schwestern
und vorgetragen von Schwester Anita.
6. Musik: Eduardo Villa, ein Freund von Carl
Robert, singt nun, begleitet von Neffe Emanuel Helg die Arie: Pieta
Signore von Alessandro Stradella
7. Erster Biblischer Text: 1 Kön. 19,3-13a
Wir hören nun einen ersten Text aus der Bibel. Es ist die
ergreifende Geschichte vom Propheten Elija, der lebensmüde geworden
ist. Er setzt sich unter einen Ginsterstrauch und wünscht sich den
Tod. Vorgetragen wird die Lesungen von Schwager Fredi Truniger.
8. Musik: Nun singt Gion Jäger, ein weiterer
langjähriger Freund von Carl Robert, die Arie: Caro mio ben von
Giuseppe Giordani
9. Predigt
Liebe Trauergemeinde! Liebe Mitchristen! Liebe
Freundinnen und Freunde von Carl Robert und Christine!
Dieser Tod macht uns allen sehr zu schaffen.
Wie kommen wir damit zu recht? Vielleicht kann uns dabei die
Geschichte von Elija helfen. Mendelssohn hat sie wunderbar vertont.
Carl Robert hat sie bestimmt gekannt. Er war in einer ähnlichen
Situation wie Elija. Auch Elija ist müde. Frustriert und enttäuscht
zieht er sich aus dem Leben zurück. All sein bisheriges Tun und
Mühen erscheint ihm sinnlos und vergeblich. Sich selbst und seinem
Leben spricht er keinen Wert mehr zu. Er wünscht sich nur noch den
Tod. Von ihm verspricht er sich Befreiung aus allem Übel. Ein Engel
versucht zweimal, ihn aus seinem Loch herauszuholen. Christine,
meine Schwestern, viele Freunde und Freundinnen, viele Ärzte
spielten diesen Engel. Aber vergebens. Auch bei Elija. Nach dem
ersten Besuch des Engels schläft er weiter, nach dem zweiten
verkriecht er sich in eine Höhle, zieht sich noch mehr zurück. Und
keinem Menschen wäre es gelungen, ihn dort herauszuholen.
Das gelingt nur Gott allein – und so ganz
anders, als wir uns das vorstellen. Nicht mit Sturm und Getöse,
nicht mit einem Machtwort und Hauruck, sondern mit einem sanften,
kaum vernehmbaren Säuseln. Und das heisst nichts anderes als mit
einem unendlich zarten, unvorstellbar anrührendem Liebeswerben
Gottes, das zum Wesen Gottes gehört. Ist das nicht wunderbar: Gott
tadelt Elija nicht. Er geht ihm bis zum äussersten Punkt seiner
Verlassenheit nach, schenkt ihm, versinnbildet im sanften, leisen
Säuseln, neue Lebenskraft und hält ihm den Mantel der Liebe hin, in
dem sich Elija einhüllen kann. Ich bin voll überzeugt, dass Gott
auch Carl Robert nachgegangen ist und ihn in mit dem Mantel seiner
Liebe umhüllt hat.
„Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann
flöge ich davon und käme zur Ruhe.“ Kann man die tiefste Sehnsucht
eines Menschen schöner in Worte fassen, als es der Psalmist tut.
Frei sein wie ein Vogel in der Luft, Frieden finden an einem
geborgenen Ort. Carl Robert wollte sanft wegschweben aus den
Bedrängnissen dieser Welt, so wie eine Taube ihre Flügel ausbreitet
und abhebt aus den Irrungen und Wirrungen des Lebens. Er ist
aufgebrochen an einen sicheren Ort und hat sich uns und unseren
Möglichkeiten entzogen. Aber damit sind die Möglichkeiten Gottes, an
den er geglaubt hat, noch lange nicht am Ende. In der Taufe hat Gott
hat den Namen Carl Robert in seine Hände eingeschrieben. Wir
glauben, dass er ihn nicht fallen lässt, sondern ihn voll Erbarmen
und Liebe in seinen Händen auffängt und an einen sicheren Ort
bringt. In einem englischen Pressebericht über den schrecklichen
Unfall auf der Bühne las ich, Carl Robert sei hinaufgestiegen, um
eine bessere Übersicht über seinen Chor zu haben. Ich bin voll
überzeugt: diese bessere Übersicht ist ihm jetzt geschenkt worden.
Die ganze heilige Schrift ist eine lange und dramatische
Liebesgeschichte Gottes mit uns Menschen. Der Höhepunkt und die
Vollendung dieses göttlichen Liebeswerbens Gottes werden in den
letzten Kapiteln des letzten Buches der Bibel mit unübertrefflichen
Worten dargestellt. Ich bin gewiss, dass Carl Robert jetzt diese
grossartige Gottesschau zuteil wird. Wir sind ärmer geworden, er
reicher. Er ist uns voraus. Wir werden ihm einmal nachfolgen und ihn
wiedersehen.
Hören wir diesen wunderbaren Text, vorgetragen von
seinem Patenkind Marion Hegelbach:
10. Zweiter biblischer Text: Offb 21,1-5
11. Musik: Lukas Wecker ist ein junger deutscher Wundergeiger, den
Carl Robert in den letzten Jahren mit soviel Enthusiasmus begleitet
hat, spielt nun die Mediation aus der Oper Thais von Jules Massenet
12. Fürbitten: Wir wenden uns nun in den Fürbitten an Gott. Auf die
einzelnen Bitten, die vom hiesigen Ortspfarrer Rehm vorgetragen
werden, antworten wir mit dem Herr erbarme dich auf dem Liedblatt
Nr.2
Herr, du Hüter allen Lebens, wir bitten dich
1. Lege den Mantel deiner Güte und Milde, den Mantel deiner Gnade
und deines Erbarmens um Carl Robert und lass ihn jetzt dein Heil
schauen
2. Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir. Dieses Wort von
Augustinus passte gut zu Carl Robert. Schenke ihm nach diesem
unruhigen Leben die Ruhe und den Frieden, den er gesucht hat.
3. Christine hat ihren geliebten Mann verloren und muss ein neues
Leben, ein Leben ohne Carl Robert, beginnen. Herr, gib ihr neuen
Lebensmut, befreie sie von lähmenden Selbstvorwürfen und stärke
ihren Glauben an ein Wiedersehen im Jenseits.
4. Für beide betroffenen Familien ist dieser Tod ein Schock, an dem
sie lange leiden werden. Schenke Ihnen Trost und Beistand durch gute
Freunde und lass sie positiv in die Zukunft gehen und miteinander
und füreinander das Leben fördern, wo immer es notwendig ist.
5. Sehr viele unserer Mitmenschen suchen nach einem tragenden Sinn
ihres Lebens oder haben ihn verloren. Schicke rettende Engel in ihre
Ausweglosigkeit und führe sie zurück ins Leben.
6. Alle, die wir jetzt hier in dieser Kirche versammelt sind, haben
Carl Robert gekannt und haben ihm dies und das zu verdanken. Gib,
dass wir uns in Dankbarkeit seiner erinnern und über das Grab hinaus
mit ihm in guten Gedanken und Gebeten verbunden bleiben.
Du, Jesus, füllst die Leere in uns und in dieser Welt aus. Du
verwandelst alles Unzulängliche und Unvollkommene. Sei du da, wo um
uns herum alles traurig und öde geworden ist. Sei du da, wenn wir
fassungslos sind und weinen und nicht wissen, was werden soll. Darum
bitten wir dich Jesus, unseren Herrn und Bruder. Amen
13. MUSIK Orgelspiel zur Gabenbereitung
14. Präfation
15. Heilig: Alle KG 110
16. Hochgebet – Vater unser – Lamm Gottes (gesprochen)
17. Musik zur Kommunion: Claudio Versace: Ave Maria
18.Gebet
Heiliger, grosser Gott. Wir haben vor dein Angesicht gebracht, was
uns in diesen Tagen bedrängt und quält. Du richtest nicht nach dem
Augenschein. Hilf uns, dass wir nicht verhärten, sondern unsere Not
immer wieder vor dich bringen. Führe Carl Robert aus der Nacht ins
Licht, aus der Unruhe in die Ruhe, aus dem Tod ins ewige Leben.
Halte ihn und uns alle in deinen Händen. Bleibe bei uns, wenn wir
nicht wissen, was wir beten und denken sollen. Erleuchte unser
Dunkel, trockne unsere Tränen, tröste uns durch den heiligen Geist.
Darum bitten wir durch Christus, unser Trost und unsere Hoffnung.
Amen
19.Lied: KG 541,1-3
20. Segen
21. Musik: Chor von Uttenweiler: Salve Regina
22. Musik zum Auszug: Orgelspiel
Mein Bruder Carl Robert 26. Mai 1956 bis 23. Juli 2011
Pater Lukas, Einsiedeln
Langsam muss ich mich mit der traurigen
Tatsache abfinden, dass mein grosser Musiker-Bruder Carl Robert
absichtlich sein Leben beenden wollte. Es war keine
Kurzschlusshandlung, was am 23. Juli im Badischen Staatstheater
Karlsruhe geschah. Das macht mich traurig. Das macht mir aber auch
wirklich Angst, da meine 5 noch lebenden Geschwister und ich aus
gleichem Holz geschnitzt sind.
Ich will nicht alles aufzählen aus seiner
Musiker-Karriere. Mit www.helg.de kommt man schnell auf seine
Homepage und hat seine Welt in Bild und Text und Ton vor sich. Wenn
man genauer hinschaut, stellt man fest, dass seit Juni 2010 nichts
mehr aktualisiert wurde. Damals geschah das für ihn Unfassbare, was
ihn zu tiefst verletzt und im Lebensnerv getroffen hat: das Badische
Staatstheater Karlsruhe, an dem er seit 1997/98 Chordirektor war,
hat seinen Arbeitsvertrag nicht verlängert. Das war sehr hart, denn
es hatte ihm nur noch ein einziges Jahr gefehlt, dann hätte er den
unkündbaren Status eines Staatsbeamten erreicht. Ob die Kündigung
wirklich wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam, wie Carl Robert es
uns darstellte, ist ungewiss. Es hiess, das Theater müsse sparen,
was momentan weit verbreitet ist und viele Andere auch trifft. Es
hiess aber auch, der neue Intendant Peter Spuhler bringe seinen
eigenen Chordirektor mit. Und es sickerte auch durch, dass im
Theater, speziell auch im Chor, Opposition gegen ihn entstand.
..//..
Carl Robert fiel in eine lähmende Depression, die viele Klinikaufenthalte
nach sich zog. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Die Anfälligkeit
für Depressionen scheint auch zu unserem Familienerbgut zu gehören.
Ich kam in relativ kurzer Zeit wieder aus dem Loch heraus. Bei Carl
Robert war einfach keine Besserung in Sicht. Diese Zeit seit Juni
2010 war auch für Christine Zoller, seit 2000 seine 19 Jahre jüngere
Frau, eine zunehmend schwierigere Zeit. Es war einfach keine
Besserung in Sicht und Carl Robert fiel eher immer noch tiefer ins
Loch. Mir gegenüber sprach er nie von Suizid-Gedanken, offenbar aber
seiner Frau und meinen Schwestern und auch seinen Freunden
gegenüber. Natürlich haben diese ihm heftig zugeredet. Aber er hörte
nicht zu. Er wiederholte immer wieder, er habe sein Leben gehabt und
vieles erlebt. Zudem sei sein Bruder Ruedi auch nur 55 Jahre alt
geworden. Ruedi, geboren 1943, starb tatsächlich an einem
Herzinfarkt am 19. Juni 1998, erst 55jährig. Auch Ruedi ist sehr
musikalisch, singt und spielt hervorragend. Er ist eidgenössischer
Jodelexperte und leitet zahlreiche Jodelchöre. Ein Freude machendes Helg-Erbgut, das in glücklicher Fügung auf seinen Sohn Emanuel
überging.
Für Carl Robert gab es seit Juni 2010 keine
Zukunftsperspektiven mehr. Trotzdem wurde über viele Kanäle ein
neuer Job für ihn gesucht. Durch den bekannten Dirigenten Mario
Venzago erhielt er schliesslich den Posten als Chorleiter am
Stadttheater Bern. Wir, seine Geschwister, atmeten erleichtert auf.
Endlich in der Schweiz, endlich wieder etwas näher. Er wollte immer,
dass seine Geschwister, auf die er sehr viel gab, an all seine
Konzerte kamen. Vor allem meine Schwestern und Schwager sind ihm da
stets sehr treue Anhänger gewesen. Aber auch sie waren froh, dass
man nach Bern nicht mehr so viele Kilometer fahren musste. Am 15. August hätte er mit seiner Arbeit in Bern
beginnen können. Noch am Dienstag seiner letzten Lebenswoche fuhr er
nach Bern, um den Wohnungsvertrag zu unterschreiben.
..//..
Je näher der August kam, umso
verzweifelter war Carl Robert. Er habe keine Kraft, er schaffe das
nie, sagte er. Am Montag, den 18. Juli, rief mich Carl Robert an und
fragte um meine Meinung, ob er erneut in die Klinik gehen soll.
Leider habe ich es ihm nicht befohlen. Ob er mir gehorcht hätte? Ich
sagte ihm nur, er soll auf seine Ärzte hören. Dann kam der Samstag,
der 23. Juli 2011. Christine war am Freitag Abend zu ihren Eltern
nach Uttenweiler gegangen. Bei Carl Robert war der grosse Tenor
Eduardo Villa, auch er arbeitslos. Er kochte für ihn und zusammen
hätten sie auch viel gebetet! Carl Robert geht um die Mittagszeit
ins Staatstheater. Offenbar weiss er, dass im Theater eine Probe
seines Opernchores stattfindet für die an diesem Abend über die
Bühne gehende Abschiedsgala für den scheidenden Intendanten Achim
Thorwald. Das ganze Team des Badischen Staatstheaters stellt für den
scheidenden Chef eine rauschende Abschiedsgala mit vielen
Überraschungen, aber sicher auch mit vielen emotionalen Momenten,
auf die Beine. Dazu kommt eine Aufführung des Musicals Cabaret,
dessen Chöre Carl Robert einstudiert hat. Beide Vorstellungen des
Abends sind ausverkauft. Carl Robert muss auch von dieser
Abschiedsgala gewusst haben. Übrigens veranstaltete das
Staatstheater im Juni nach einer Entführung aus dem Serail –
Aufführung auch eine Verabschiedung für Carl Robert. Er rief mich
damals auch an, ob er gehen soll. Ich habe ihm zugeredet, er solle
doch gehen. Offenbar war er mit Christine gegangen und war etwa 10
Minuten geblieben. Es soll schrecklich gewesen sein. Jetzt also die
rauschende Abschiedsgala für Achim Thorwald.
Der Staatsopernchor, Carl Roberts Chor, probt über
die Mittagszeit für dieses Fest. In der Pause wird Carl von einigen
Sängern in der Kantine gesehen. Sie gratulieren ihm für das
Engagement in Bern, kommen nach der Pause zum Chor zurück und
erzählen, sie hätten Helg getroffen, aber sie könnten es sich nicht
vorstellen, dass er in diesem desolaten Zustand nach Bern gehen
könne. Die Probe geht weiter. Unterdessen klettert Carl Robert
zuoberst auf die Beleuchtungsgalerie.
Als ich ihn mit meinen Freunden Susann und Jürg
vor etwa drei Jahren in Karlsruhe besuchte, hat uns Carl Robert
durch das ganze Theater geführt, auch dort hinauf. In einem
englischen Bericht heisst es später, er sei hinauf gestiegen, um
eine bessere Übersicht über seinen Chor zu haben. Carl Robert nimmt
da oben an der Probe teil. Er hat sich entschieden. Auf seinem Handy
findet die Polizei später eine nicht abgesendete SMS-Nachricht an
seine geliebte Frau Christine, einen knappen, aber äusserst
zärtlichen Abschiedsbrief. Darin bittet er Christine um Verzeihung
für das, was er zu tun vorhat. Er hofft, er habe den Mut, es zu tun,
weil die vom Theater Christine und ihm „alles zerstört“ hätten. Am
Schluss der Probe singt der Chor spontan für die scheidenden
Mitglieder den wehmütigen Abschiedssong: „Sag beim Abschied leise
Servus – nicht Lebwohl und nicht Adieu – diese Worte tun nur weh.“
..//..
Es verbreitet sich eine traurige und
wehmütige Abschiedsstimmung. Da plötzlich ein dumpfer Knall. Carl
Robert hat sich von ganz oben auf die Bühne herab gestürzt. Der Chor
ist geschockt. Erster Gedanke: Unfall eines Beleuchtungsmannes. Drei
Personen eilen sofort zum Verunfallten: darunter der Chorsolist
Miroslav Belamaric. Er spricht mit ihm, erkennt ihn aber nicht. Carl
Robert erkennt Miros Stimme, will sich zu ihm drehen, kann es aber
nicht. Er stöhnt, es tue ihm alles weh. Er entschuldigt sich. Miro
versucht während 10 Minuten, bis die Rettung da ist, Carl Robert zu
beruhigen und still zu halten. Er sei voll Leben gewesen und hätte
sich bewegen wollen, was ihm aber nur zusätzliche Schmerzen
bereitet.
Als Carl Robert ins Spital überwiesen wird, wäscht
sich Miro seine blutverspritzten Hände und vernimmt, dass es sich
beim Verunfallten um Carl Robert handelt, um den Carli, wie sie ihn
im Chor liebevoll nennen. Im Spital wird Carl Robert notfallmässig
operiert, überlebt die Operation aber nicht.
Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein, schockt
das gesamte Theaterpersonal und macht es sprachlos. „Wir haben uns
aneinander festgehalten, um den Schock zu überstehen“ – wird Achim
Thorwald am folgenden Tag in einer Zeitung zitiert. Im Internet
stand zu lesen: „Abschiedsgala und Cabaret fallen wegen schwerem
Bühnenunfall aus“. Die Karten werden zurückgenommen.
..//..
Er findet zärtliche Worte für Christine und bittet
sogar um Verzeihung. Dass er an seine Geschwister, auf die er immer
soviel gegeben hat, nicht denkt, kann ich nur der Tatsache
zuschreiben, dass sein Kopf nicht mehr klar denken konnte, was er im
Abschiedsbrief auch offen zugibt. Wir wollen es ihm nicht
nachtragen.
..//..
Ich kann nur Gott
danken, dass er nicht noch andere Menschen mit in den Tod gerissen
hat. Es ist hart, sehr hart, zum zweiten Mal einen hochbegabten, nur
55 Jahre alt gewordenen Musiker-Bruder zu verlieren. Wie viel härter
noch muss das für Christine sein?
Lieber Carl Robert! Ich wünsche Dir, dass Du
jetzt in eine bessere Welt gelangt bist, wo Dir wieder ein klarer
Kopf und neue Lebenskraft geschenkt ist. Dass Du Dein kostbares
Leben mit so grossen Talenten hinwirfst, das hätte ich Dir nie
zugetraut. Damit hast Du deiner liebsten Christine, deinen
Geschwistern und unzähligen Freunden unsägliches Leid zugefügt. Ich
weiss, Du hättest das niemals gemacht, wenn Dir das alles bewusst
gewesen wäre. Aber Du hattest schon über ein Jahr lang keinen klaren
Kopf mehr. Deine Krankheit hat Dich müde und unzurechnungsfähig
gemacht. Ich bete zu Gott, dass er Dir ein milder Richter sei und
dass Christine den Weg ohne Dich finden kann.
Am Freitag, den 29. Juli, wurde Carl Robert in
Uttenweiler, in der wunderschönen Heimat seiner geliebten Christine,
beigesetzt. Uttenweiler liegt mitten in einer benediktinischen
Gegend. Es sind nur 7 Kilometer zum berühmten aufgehobenen Kloster
Zwiefalten und nur 13 Kilometer zum ebenfalls aufgehobenen
Benediktinerkloster Ochsenhausen.
Gesegnetes Erdreich also – ein grosser Trost
für mich. Requiescas in pace, lieber Carl Robert!
Dein kleiner Musiker-Bruder Lukas, der Dich
stets bewundert hat und der jetzt, wie Christine, meine Geschwister
und unzählige Freunde, Deinen Freitod schlucken muss. Leb wohl!
Adieu – zu Gott – Gott empfohlen. Nicht Servus – nein: Adieu – à DIEU!
Einsiedeln, 1. August 2011
Abschiedsgottesdienst für Carl Robert
1. Musik: Zum Einzug: Orgelspiel Emanuel (ab 13.45)
2. Einleitung
3. Kyrie: 3 Anrufungen mit Kyrie KG 70 (Liedblatt = L)
4. Gebet
5. Lebenslauf (Anita)
6. Musik: Eduardo Villa: Pieta Signore
7. Erster biblischer Text: 1 Kön. 19,3-13a (Fredi)
8. Musik: Gion Jäger: Caro mio ben
9. Predigt
10. Zweiter biblischer Text: Offb 21,1-5 (Marion)
11. Musik: Lukas Wecker Meditation aus Thais
12. Fürbitten: (P. Urban Muri Gries) mit KG 31,7
13. Musik: Orgelspiel zur Gabenbereitung
14. Praefation
15. Heilig: KG 110 (L)
16. Hochgebet – Vater unser – Lamm Gottes
17. Musik: Claudio Versace: Ave Maria
18. Gebet
19. Lied: KG 541,1-3 (L)
20. Segen
21. Musik: Chor von Uttenweiler: Salve Regina
22. Musik: Zum Auszug: Orgelspiel
Carl Robert Helg
in der Schweiz geboren, leitet er von
1973-75 den Kirchenchor Lütisburg und von 1975-79 den Kirchenchor Bazenheid unter anderem
mit Messen von Haydn, Mozart, Dvorak, Weber, Diabelli u.a.m.. Studium bei Mario
Venzago und musikalische Assistenz beim Europa Cantat in Luzern.
1980-84 Leitung verschiedener Männerchöre, Assistenz am Opernhaus Zürich
unter Ponnelle und Bartoletti für Carmen und als Chorleiter unter Lasserre für Comte
Ory, Luisa Miller, Zauberflöte und Cabaret. Korrepetitor und Assistent
von Ferdinat Leitner, Nello Santi, Ralf Weikert u.a.. Assistenz bei Chordirektor
Werner Nitzer in Basel (1983).
1984-85 Theater Basel, Dirigent von Orlando Paladino,Viva la Mamma,Le Nozze di
Figaro,My fair Lady.
1985-87 2.Chordirektor der Bayerischen Staatsoper und Assistenz u.a. von Wolfgang
Sawallisch, Riccardo Chailly, Giuseppe Patané, Giuseppe Sinopoli, Carlos Kleiber, Sir
Colin Davis und Lorin Maazel. Einstudierung der Faust-Sinfonie und Hoffmanns
Erzählungen mit Neil Shicoff.
1987-90 1.Chordirektor mit Dirigierverpflichtung am Hessischen Staatstheater in
Wiesbaden und musikalischer Leiter des philharmonischen Orchestervereins Wiesbaden.
Er assistiert 1989 für Balatch in Bayreuth als Chorleitungs-Assistent.
1990-91 Stv.Chefdirigent des Musicals Phantom der Oper im Theater Neue Flora
Hamburg.
1992-93 Kapellmeister im Stadttheater Hildesheim unter Werner Seitz.
1994 Tournee als Dirigent des hamburg orchestra mit den beiden Solisten Peter
Hofmann und Anna Maria Kaufmann im Programm "Musical Classics" in
Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, Wien, Köln, Düsseldorf, und
Lübeck.
Dazwischen besucht er wiederholt Meisterkurse
bei Sergiu Celibidache.
1997/98 Spielzeit 97/98 Kapellmeister und Chordirektor Staatstheater Karlsruhe, u.a. Dirigat Don Giovanni und Hamlet. Choreinstudierung
Macbeth, Hamlet, Farinelli, Regina, Jonny spielt auf, Brahms Requiem, Lucia di
Lammermoor,
Jungfrau von Orleans, Der fliegende Holländer, Attila u.a.m. In der Saison 1998/99 Dirigat
von über 25 Vorstellungen der Hollywood Musicalromanze Mack und Mabel in der Produktion
von Pavel Fieber im Konzerthaus Karlsruhe.
Februar 2000 Gründung des Carl Robert Helg Ensembles,
ein Orchester mit Berufsmusikern. Konzert aus Anlass des 25-jährigen Bestehens
der Crossair im Basler
Münster.
Mai: Opernball Karlsruhe mit Carl Robert Helg Ensemble und Victor
Lanza.
Oktober: Stephanienbad Karlsruhe Bläserserenade (Krommer "Octet-partita op.79" - Gounod
"Petite symphonie" - Mozart, Auszüge "Figaro").
November: Stephanienbad Karlsruhe Gaetano Donizetti "Requiem".
Dezember: Masevaux (F) CONCERT DE NOËL, Leonhardskirche Basel:
Regio-Initiativ-Preis im Rahmen der Kulturpreisverleihung der
Europäischen Kulturstiftung PRO EUROPA mit Carl Robert Helg Ensemble;
Stephanienbad Karlsruhe, Weihnachtskonzert.
2000: Neujahr: 16.
opern-apéro Davos, Rezital mit Liszt Transkriptionen: Don Giovanni, I
Lombardi, Norma.
März: Carl Robert Helg Ensemble - Eröffnung Konzertreihe im
Stephanienbad
April: Carl Robert Helg Ensemble - Wiener Klänge in der
Karlsburg
Mai: Opernball Bad. Staatstheater Karlsruhe - Carl Robert Helg
Ensemble mit Victor Lanza; Stephanienbad Kalrsruhe - Muttertagskonzert
mit Carl Robert Helg Ensemble
2001:
Neujahr: 17.
opern-apéro Davos
April:
Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble, Meditation
Juni.
Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble, Neapolitanischer
Abend
Juli.: Burg Hohenstein: Carl Robert Helg Ensemble mit "O sole mio"
- Musik aus Italien
August: Schloss Gutenberg: Italienische Nacht und Bella Italia - belle canzoni
Oktober:
Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble, Herbstkonzert
"In vino veritas".
Dezember: Schloss Schwetzingen
Dezember: Stephanienbad "Weihnachtskonzert"
Kartenbestellungen
für Stephanienbad via e-mail
oder Fax ++49 7251 301 1583, Tel ++49 7251 83210
2002: Neujahr: 18.
opern-apéro: Symphonisches Orchester Liechtenstein, Regina Renzowa,
Gion Jäger, Melanie Tischhauser, Toni Bürzle.
Januar bis März: Balzers FL: Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán
März 22.
Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble
Juni 23. Nacht der 1000 Stimmen im Karlsruher Schloss. Chöre vom
Badischen und Württembergischen Sängerbund sowie viele Gastchöre
laden zum musikalischen Geburtstagsgruss - wollen Sie mitsingen: Sonja
Reinsfelder nimmt Ihre Anmeldung entgegen
Oktober 1.19.30h
Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble
Bass-Arien mit Konstantin Gorny
2. November,
Karlsruhe, 19.30h Stephanienbad: Ave Maria und Magnificat
VERDI - TOSTI - FAURE Christine Zoller, Sopran - Carl Robert Helg,
Piano
1. Dezember Schloss Schwetzingen: Adventskonzert 11.00 Uhr Jagdsaal,
Christine Zoller, Sopran
Dirigate folgender Opern:
Bizet: Auszüge von Carmen
Donizetti: Viva la mamma, Don Pasquale sowie Auszüge
von Lucia di Lammermoor und l'elisir d'amore
Gluck: Orfeo, ed Euridice
Haydn: Orlando Paladino, Der Apotheker
Lortzing: Zar und Zimmermann
Mascagni: Auszüge von Cavalleria Rusticana
Mozart: Le Nozze di Figaro, Don Giovanni sowie Auszüge von Die
Zauberflöte und Die Entführung aus dem Serail
Nicolai: Auszüge von Die lustigen Weiber von Windsor
Puccini: Auszüge von Manon Lescaut und Madama Butterfly
Rossini: Il Barbiere di Siviglia
Thomas: Hamlet
Verdi: Requiem und viele Auszüge diverser Opern
Wagner: Auszüge aus Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg,
Der Fliegende Holländer, Die Walküre
Dirigate folgender Operetten und Musicals:
Herman: Mack und Mabel
Kálmán: Die Czardasfürstin
Lehár: Die lustige Witwe
Lloyd-Webber: The Phantom of the opera
Strauss: Eine Nacht in Venedig
Musikalische Leitung von Bühnenproben und Durchläufen in Stv. des
Chefdirigenten:
Beethoven: Fidelio (Wiesbaden)
Bellini: Norma (Karlsruhe)
Bizet: Carmen (Zürich)
Cerha: Baal (Basel)
Cornelius: Barbier von Bagdad (München)
Delibes: Lakmé (Karlsruhe)
Donizetti: Lucia di Lammermoor (Karlsruhe)
Gounod: Roméo et Juliette (Basel), Faust
(Karlsruhe)
Humperdinck: Hänsel und Gretel (Basel)
Krenek: Jonny spielt auf (Karlsruhe)
Leoncavallo: I Pagliacci (München)
Massenet: Werther (Wiesbaden), Don Quichotte (Basel)
Mascagni: Cavalleria Rusticana (München)
Mozart: Titus, Così fan tutte (Basel)
Offenbach: Die schöne Helena (Karlsruhe)
Saint Saëns: Samson et Dalila (Wiesbaden)
Tschaikowsky: Pique Dame (Hildesheim)
Verdi: Macbeth, Otello, Aida, Attila (Karlsruhe), Traviata, Luisa
Miller (Zürich), Rigoletto, Un Ballo in maschera (Wiesbaden), Don
Carlo, Falstaff, La Forza del destino (München)
Wagner: Lohengrin, Tannhäuser, Der fliegende Holländer (Wiesbaden)
Weber: Freischütz (Basel)
Gastdirigate
in Florida, Tampa Symphony Orchestra, "Tribute to
Mario Lanza" (November 1991); Lüneburg: St.Michael, Verdi Requiem (April
1992) und Uraufführung der Europahymne mit dem NDR-Sinfonieorchester (April 1993); Lodz: Arthur
Rubinstein Philharmonie, Slowenien Philharmonie Kosice; Kammerphilharmonie Karlsruhe,
Lübecker Symphoniker, Nürnberger Symphoniker, Orchester Pro Musica Wiesbaden, Florida
Festival Orchestra, Strauss-Orchester Frankfurt.
Diverse Fernsehauftritte bei ZDF, ARD,
SAT.1, RTL und NBC sowie in U.S.A.
Der Pianist:
1956 in der Schweiz geboren, gibt Carl
R.Helg mit 13 Jahren erste Klavierkonzerte.
1972 Orgelstudium bei Prof.Sieber.
1976 Konservatorium Winterthur mit Studium von Kammermusik, Fagott, Dirigieren,
Chorleitung, Klavier und Abschluss 1980 mit der Reifeprüfung.
1978-80 Solobegleiter für die Meisterklassen Corradetti.
1981-82 Korrepetitor am Opernhaus Zürich u.a. für José Carreras Alfredo
Kraus und Mirella Freni.
1983 Korrepetition mit Mstislav Rostropovich und Anne-Sophie Mutter.
1984-85 Korrepetition am Theater Basel (u.a.1.Klavier in Rossinis Messe
Solenelle).
1998 Neustadt Hans Rosenthal Gala, Wiesbaden "Love and Aloha" mit Keith
Ikaia-Purdy und damit in Vorbereitung eine USA Tournee für 1999, Korrepetition
für den World Opera Contest Plácido Domingo OPERALIA in Hamburg, Rezital Elisabeth Vidal und André Cognet
in Tourrettes-sur-Loup
Solokonzerte in
Bologna, Einsiedeln, St.Gallen, Hamburg, Neustadt, Ravenna, Wiesbaden, Winterhur und in U.S.A. (Chico, Loma Linda, Paradise, Santa
Barbara) sowie verschiedene Fernseh-Auftritte im ARD und ZDF.
Freiberufliche musikpädagogische Tätigkeit in
Sargans.
CD und MC Produktionen
bei Ariola Records, White Records mit Roberto Sacca.
Referenzen:
Bruno
Bartoletti & Jean-Pierre Ponnelle
Opernhaus Zürich
'Wir bestätigen, dass während der Neuinszenierung der Oper CARMEN von Georges Bizet,
Herr Carl Robert Helg einige Proben mit den Solisten Agnes Baltsa, Rebecca Cook, Jon
Buzes, Simon Estes und den Ensemble-Mitgliedern des Opernhauses musikalisch geleitet hat.
Er dirigierte zur vollen Zufriedenheit der Beteiligten. gezeichnet: Bruno Bartoletti,
Jean-Pierre Ponnelle, 21.4.1982'
Werner
Nitzer
Chordirektor Theatre Royal de la Monnaie Bruxelles
'Carl Robert Helg war 1983-1985 am Theater Basel mein Assistent. In dieser Zeit fiel,
neben seiner besonderen Begabung als Chordirektor, sein "Gesamtgspürsinn" für
das Medium "Oper" auf. Er verstand es, den Chor als Teil eines Ganzen zu sehen
und diesen Teil wirkungsvoll in die gesamte Produktion zu integrieren.' gezeichnet: Werner
Nitzer, 12.3.1996
Wolfgang Sawallisch
Staatsoperndirektor Bayerische Staatsoper München
'Herr Carl Robert Helg war vom September 1985 an für zwei Spielzeiten als Chorassistent
an der Bayerischen Staatsoper tätig. Dank seiner Musikalität und seiner ausgezeichneten
pianistischen Fähigkeit wurde er der vielfältigen Aufgabe eines Chor-Assistenten voll
gerecht. In kurzer Zeit erarbeitete er sich das gesamte Repertoire und konnte bald zu
selbständiger Arbeit mit dem Chor eingesetzt werden. Ganz besonders muss sein Engagement
für den Kinderchor hervorgehoben werden, den er mit grossem pädagogischen
Einfühlungsvermögen aufbaute und zu grossen Leistungen führte.
Die Zusammenarbeit mit Herrn Helg wäre fortgesetzt worden, wenn er nicht schon nach 2
Jahren darum gebeten hätte, einem Ruf als Chordirektor nach Wiesbaden folgen zu können.
gezeichnet: Wolfgang Sawallisch, 2.1.1990'
OPERA NEWS 1988 Wiesbaden, Lohengrin (Hartmut Jakobi)
'.........Zu dem hervorragenden Gesamteindruck trugen auch die
von CARL ROBERT HELG excellent einstudierten Chöre bei.
Peter Hofmann
'Im Sommer 1991 habe ich im Rahmen der Hamburger "Phantom
der Oper" Aufführung im Flora Theater mit dem Dirigenten Carl Rober Helg
zusammengearbeitet. Auf und hinter der Bühne war unser Arbeitsverhältnis von Harmonie
geprägt. Herr Helg hat durch sein Musikverständnis und durch seine Kreativität das
Musical bereichert. gezeichnet: Peter Hofmann, August 1992
Anna Maria Kaufmann
Von Juni 1991 bis Dezember 1991 habe ich bei der Hamburger
"Phantom der Oper" - Produktion Herrn Carl Robert Helg schätzen gelernt. Sowohl
als Coach beim Einstudieren meiner Rolle als auch als Dirigent auf der Bühne habe ich
gerne und erfolgreich mit Herrn Helg gearbeitet.
Seine Präsenz hat die gesamte Theateratmosphäre positiv beeinflusst. gezeichnet: Anna
Maria Kaufmann
Verdi Requiem
, Lüneburger Nachrichten, 28.4.1992 (oc)
.........Helg, am Pult ein Tänzer, sorgte für zügige Tempi und packte das Requiem
besonders an seiner szenisch-dramatischen Seite: Das urplötzlich einsetzende,
refrainartig wiederkehrende "Dies Irae" wurde zum faszinierenden Erlebnis,
gewaltig gesteigerte Klangwuchten, fesselnd austariert in den angstvoll niederstürzenden
Vokal-Linien und den erschütternden Orchesterballungen. In diesen Kernmomenten musste
Helg die akustischen Besonderheiten der Kirche ausser acht lassen. Er hatte sich aber mit
dem Nachhall in St.Michaelis vertraut gemacht. Zu spüren, wie er kleine Zäsuren
entsprechend setzte, dass der Ton im Kirchenschiff verdämmern konnte. Auch das zeichnet
eine durchdachte Konzeption aus. ........Phantastisch die von Helg betont geforderte
Blech-Abteilung.'
hamburg orchestra
Rainer Castillon, D-21217 Seevetal
(Hier handelt es sich um eine Orchesterformation aus professionellen Musikern der drei
grossen Hamburger Orchester.)
'Schon in der Probenarbeit mit dem Dirigenten Carl Robert Helg zeigte sich von der
ersten Minute an, dass dieser Dirigent Meister der Materie Musical ist. Die eingespielten
Erfolge bei allen Konzerten der Tournee mit Peter Hofmann und Anna Maria Kaufmann und das
bei dieser Gelegenheit eingespielte Video sind Zeugnis seiner unbeschreiblichen
Musikalität und seines Temperaments. Das 'hamburg orchestra' erfreute sich bereits im
Januar 1994 harmonischer Zusammenarbeit mit Herrn Helg, nicht Musicals, sondern
Opernliteratur von Mozart bis Puccini und von Beethoven bis Wagner standen damals auf dem
Programm eines stürmisch gefeierten Opernarien-Konzertes in der Hamburger Musikhalle.
gezeichnet: Rainer Castillon, 5.3.1996'
Information:
Anton Herbert Honegger