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Carl Robert Helg 


Operalia Hamburg 1998Operalia Hamburg 1998

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+ + +   Carl Robert Helg   + + +

Der Dirigent        Der Pianist        Referenzen    
 

Carl Robert Helg ist nicht mehr

Carl Robert Helg ist am 23.7.2011 in Karlsruhe von der Theaterbühne gestürzt und hat sich dabei so verletzt, dass er noch am Nachmittag verstarb.

Er hat sich bei allen seinen Projekten immer voll ausgegeben, am Klavier, als Chorleiter oder Dirigent, er konnte jeden anfeuern und begeistern, doch ihm fehlte am Schluss die Kraft für sich selbst. Die  eingeleiteten Veränderungen im Theater Karlsruhe konnte er nicht verarbeiten. Tragisch, denn per Juli 2011 wurden ihm am Stadttheater Bern neue Aufgaben übertragen.

Genies gehen oftmals Wege die wir nicht verstehen, aber wir müssen sie respektieren.

http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Toedlicher-Sturz-am-Staatstheater-in-Karlsruhe;art6066,672911

 

Aus dem Abschiedsgottesdienst für Carl Robert
vom 29. Juli 2011 in Uttenweiler


1. Musik
2. Einleitung

Liebe Trauergemeinde! Liebe Mitchristen! Liebe Freundinnen und Freunde von Carl Robert und Christine!

Trauernd – betroffen – sprachlos – geschockt - aufgewühlt – aufgebracht – ja wütend – mit vielen Fragen und doch auch mit Hoffnung sind wir in dieser Kirche versammelt. Alle diese Gefühle sind berechtigt, denn Gott will, dass wir ehrliche, aufrichtige Menschen sind. Wenn wir nicht von dieser christlichen Hoffnung auf eine bessere Welt erfüllt wären, kämen wir nicht in diesem Gotteshaus zusammen, um eine Stunde bei Gott zu sein und zumindest unsere Fragen hier zu deponieren.

An den Anfang dieses Gottesdienstes möchte ich einen Vers aus Psalm 55 stellen. Der Psalm ist überschrieben mit „Klage und Vertrauen eines Alleingelassenen“. In Vers 7 sagt der Psalmist: Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.
Carl Robert ist wie eine Taube davongeflogen. Wir glauben, dass er zur Ruhe gefunden hat. Wir rufen Gott um sein Erbarmen an, für Carl Robert, aber auch für uns alle.

Wir antworten auf die 3 Anrufungen mit dem Kyrie eleison auf dem Liedblatt Nr.1. Ich lade Sie ein, forte und con forza möglichst mehrstimmig zu singen, wie es sich für einen Chordirektor gehört.

3. Kyrie

Wie werden wir diesen Tod je verstehen können? Viele „Wenn“ und „Aber“, Viele „Hätte ich doch“ und „Wäre ich doch nur“ – viele Schuld- und Wutgefühle über diesen abrupten Abschied quälen uns. Gott, komm du uns in unserm Schmerz entgegen.
Alle: KG 70
Warum musste das geschehen? Warum gab es keinen anderen Weg mehr? Fragen über Fragen, die uns quälend bedrängen. Gott, komm du uns in unserem Fragen tröstend entgegen.
Alle: KG 70
Unerträglich sind die Bilder, die wir mit diesem Tod verbinden. Gott, Dir vertrauen wir Leben und Sterben von Carl Robert an, damit du das Zerbrochene vereinst und wir erahnen können, wie du uns heilend begleitest.
Alle: KG 70
Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns unsere Sünden nach und führe uns einst alle zusammen mit Carl Robert und all unseren lieben Verstorbenen zum ewigen Leben. Amen

4. Gebet

Das folgende Gebet nach Psalm 121 möchte ich Carl Robert in den Mund legen und jetzt an seiner Stelle für ihn beten.
Herr, ich bin so müde,
kaum noch, dass ich Kraft habe
die Augen zu erheben und Ausschau zu halten nach Hilfe.
Ich kann so nicht mehr leben und will es auch nicht mehr.
All die Menschen, die mir zur Seite stehen,
können mein Herz nicht erwärmen.
Mein Herz ist schon längst fortgegangen in ein unbekanntes Land.
Ich will ihm folgen und erlöst sein von allem, was mich bedrängt.
Wirst du mit mir gehen? Wirst du mich behüten?
Oder wirst du dein Angesicht weiterhin von mir wenden,
so wie du es tust seit geraumer Zeit?
So gehe ich jetzt fort aus diesem Leben
und hoffe doch nichts sehnlicher als dies:
dass du mir das Leben wiedergibst
und all meine Tränen trocknest,
dass du mir Zuflucht gibst und Geborgenheit:
jetzt und für immer.
Amen.

5. Lebenslauf (Anita) Wir hören jetzt einen kurzen Lebenslauf von Carl Robert, verfasst von seinen Schwestern und vorgetragen von Schwester Anita.

6. Musik: Eduardo Villa, ein Freund von Carl Robert, singt nun, begleitet von Neffe Emanuel Helg die Arie: Pieta Signore von Alessandro Stradella

7. Erster Biblischer Text: 1 Kön. 19,3-13a
Wir hören nun einen ersten Text aus der Bibel. Es ist die ergreifende Geschichte vom Propheten Elija, der lebensmüde geworden ist. Er setzt sich unter einen Ginsterstrauch und wünscht sich den Tod. Vorgetragen wird die Lesungen von Schwager Fredi Truniger.

8. Musik: Nun singt Gion Jäger, ein weiterer langjähriger Freund von Carl Robert, die Arie: Caro mio ben von Giuseppe Giordani

9. Predigt

Liebe Trauergemeinde! Liebe Mitchristen! Liebe Freundinnen und Freunde von Carl Robert und Christine!

Dieser Tod macht uns allen sehr zu schaffen. Wie kommen wir damit zu recht? Vielleicht kann uns dabei die Geschichte von Elija helfen. Mendelssohn hat sie wunderbar vertont. Carl Robert hat sie bestimmt gekannt. Er war in einer ähnlichen Situation wie Elija. Auch Elija ist müde. Frustriert und enttäuscht zieht er sich aus dem Leben zurück. All sein bisheriges Tun und Mühen erscheint ihm sinnlos und vergeblich. Sich selbst und seinem Leben spricht er keinen Wert mehr zu. Er wünscht sich nur noch den Tod. Von ihm verspricht er sich Befreiung aus allem Übel. Ein Engel versucht zweimal, ihn aus seinem Loch herauszuholen. Christine, meine Schwestern, viele Freunde und Freundinnen, viele Ärzte spielten diesen Engel. Aber vergebens. Auch bei Elija. Nach dem ersten Besuch des Engels schläft er weiter, nach dem zweiten verkriecht er sich in eine Höhle, zieht sich noch mehr zurück. Und keinem Menschen wäre es gelungen, ihn dort herauszuholen.

Das gelingt nur Gott allein – und so ganz anders, als wir uns das vorstellen. Nicht mit Sturm und Getöse, nicht mit einem Machtwort und Hauruck, sondern mit einem sanften, kaum vernehmbaren Säuseln. Und das heisst nichts anderes als mit einem unendlich zarten, unvorstellbar anrührendem Liebeswerben Gottes, das zum Wesen Gottes gehört. Ist das nicht wunderbar: Gott tadelt Elija nicht. Er geht ihm bis zum äussersten Punkt seiner Verlassenheit nach, schenkt ihm, versinnbildet im sanften, leisen Säuseln, neue Lebenskraft und hält ihm den Mantel der Liebe hin, in dem sich Elija einhüllen kann. Ich bin voll überzeugt, dass Gott auch Carl Robert nachgegangen ist und ihn in mit dem Mantel seiner Liebe umhüllt hat.

„Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.“ Kann man die tiefste Sehnsucht eines Menschen schöner in Worte fassen, als es der Psalmist tut. Frei sein wie ein Vogel in der Luft, Frieden finden an einem geborgenen Ort. Carl Robert wollte sanft wegschweben aus den Bedrängnissen dieser Welt, so wie eine Taube ihre Flügel ausbreitet und abhebt aus den Irrungen und Wirrungen des Lebens. Er ist aufgebrochen an einen sicheren Ort und hat sich uns und unseren Möglichkeiten entzogen. Aber damit sind die Möglichkeiten Gottes, an den er geglaubt hat, noch lange nicht am Ende. In der Taufe hat Gott hat den Namen Carl Robert in seine Hände eingeschrieben. Wir glauben, dass er ihn nicht fallen lässt, sondern ihn voll Erbarmen und Liebe in seinen Händen auffängt und an einen sicheren Ort bringt. In einem englischen Pressebericht über den schrecklichen Unfall auf der Bühne las ich, Carl Robert sei hinaufgestiegen, um eine bessere Übersicht über seinen Chor zu haben. Ich bin voll überzeugt: diese bessere Übersicht ist ihm jetzt geschenkt worden. Die ganze heilige Schrift ist eine lange und dramatische Liebesgeschichte Gottes mit uns Menschen. Der Höhepunkt und die Vollendung dieses göttlichen Liebeswerbens Gottes werden in den letzten Kapiteln des letzten Buches der Bibel mit unübertrefflichen Worten dargestellt. Ich bin gewiss, dass Carl Robert jetzt diese grossartige Gottesschau zuteil wird. Wir sind ärmer geworden, er reicher. Er ist uns voraus. Wir werden ihm einmal nachfolgen und ihn wiedersehen.

Hören wir diesen wunderbaren Text, vorgetragen von seinem Patenkind Marion Hegelbach:

10. Zweiter biblischer Text: Offb 21,1-5

11. Musik: Lukas Wecker ist ein junger deutscher Wundergeiger, den Carl Robert in den letzten Jahren mit soviel Enthusiasmus begleitet hat, spielt nun die Mediation aus der Oper Thais von Jules Massenet

12. Fürbitten: Wir wenden uns nun in den Fürbitten an Gott. Auf die einzelnen Bitten, die vom hiesigen Ortspfarrer Rehm vorgetragen werden, antworten wir mit dem Herr erbarme dich auf dem Liedblatt Nr.2

Herr, du Hüter allen Lebens, wir bitten dich
1. Lege den Mantel deiner Güte und Milde, den Mantel deiner Gnade und deines Erbarmens um Carl Robert und lass ihn jetzt dein Heil schauen
2. Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir. Dieses Wort von Augustinus passte gut zu Carl Robert. Schenke ihm nach diesem unruhigen Leben die Ruhe und den Frieden, den er gesucht hat.
3. Christine hat ihren geliebten Mann verloren und muss ein neues Leben, ein Leben ohne Carl Robert, beginnen. Herr, gib ihr neuen Lebensmut, befreie sie von lähmenden Selbstvorwürfen und stärke ihren Glauben an ein Wiedersehen im Jenseits.
4. Für beide betroffenen Familien ist dieser Tod ein Schock, an dem sie lange leiden werden. Schenke Ihnen Trost und Beistand durch gute Freunde und lass sie positiv in die Zukunft gehen und miteinander und füreinander das Leben fördern, wo immer es notwendig ist.
5. Sehr viele unserer Mitmenschen suchen nach einem tragenden Sinn ihres Lebens oder haben ihn verloren. Schicke rettende Engel in ihre Ausweglosigkeit und führe sie zurück ins Leben.
6. Alle, die wir jetzt hier in dieser Kirche versammelt sind, haben Carl Robert gekannt und haben ihm dies und das zu verdanken. Gib, dass wir uns in Dankbarkeit seiner erinnern und über das Grab hinaus mit ihm in guten Gedanken und Gebeten verbunden bleiben.
Du, Jesus, füllst die Leere in uns und in dieser Welt aus. Du verwandelst alles Unzulängliche und Unvollkommene. Sei du da, wo um uns herum alles traurig und öde geworden ist. Sei du da, wenn wir fassungslos sind und weinen und nicht wissen, was werden soll. Darum bitten wir dich Jesus, unseren Herrn und Bruder. Amen

13. MUSIK Orgelspiel zur Gabenbereitung

14. Präfation

15. Heilig: Alle KG 110

16. Hochgebet – Vater unser – Lamm Gottes (gesprochen)

17. Musik zur Kommunion: Claudio Versace: Ave Maria

18.Gebet
Heiliger, grosser Gott. Wir haben vor dein Angesicht gebracht, was uns in diesen Tagen bedrängt und quält. Du richtest nicht nach dem Augenschein. Hilf uns, dass wir nicht verhärten, sondern unsere Not immer wieder vor dich bringen. Führe Carl Robert aus der Nacht ins Licht, aus der Unruhe in die Ruhe, aus dem Tod ins ewige Leben. Halte ihn und uns alle in deinen Händen. Bleibe bei uns, wenn wir nicht wissen, was wir beten und denken sollen. Erleuchte unser Dunkel, trockne unsere Tränen, tröste uns durch den heiligen Geist. Darum bitten wir durch Christus, unser Trost und unsere Hoffnung. Amen

19.Lied: KG 541,1-3

20. Segen

21. Musik: Chor von Uttenweiler: Salve Regina

22. Musik zum Auszug: Orgelspiel

Mein Bruder Carl Robert 26. Mai 1956 bis 23. Juli 2011
Pater Lukas, Einsiedeln

Langsam muss ich mich mit der traurigen Tatsache abfinden, dass mein grosser Musiker-Bruder Carl Robert absichtlich sein Leben beenden wollte. Es war keine Kurzschlusshandlung, was am 23. Juli im Badischen Staatstheater Karlsruhe geschah. Das macht mich traurig. Das macht mir aber auch wirklich Angst, da meine 5 noch lebenden Geschwister und ich aus gleichem Holz geschnitzt sind.

Ich will nicht alles aufzählen aus seiner Musiker-Karriere. Mit www.helg.de kommt man schnell auf seine Homepage und hat seine Welt in Bild und Text und Ton vor sich. Wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass seit Juni 2010 nichts mehr aktualisiert wurde. Damals geschah das für ihn Unfassbare, was ihn zu tiefst verletzt und im Lebensnerv getroffen hat: das Badische Staatstheater Karlsruhe, an dem er seit 1997/98 Chordirektor war, hat seinen Arbeitsvertrag nicht verlängert. Das war sehr hart, denn es hatte ihm nur noch ein einziges Jahr gefehlt, dann hätte er den unkündbaren Status eines Staatsbeamten erreicht. Ob die Kündigung wirklich wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam, wie Carl Robert es uns darstellte, ist ungewiss. Es hiess, das Theater müsse sparen, was momentan weit verbreitet ist und viele Andere auch trifft. Es hiess aber auch, der neue Intendant Peter Spuhler bringe seinen eigenen Chordirektor mit. Und es sickerte auch durch, dass im Theater, speziell auch im Chor, Opposition gegen ihn entstand.
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Carl Robert fiel in eine lähmende Depression, die viele Klinikaufenthalte nach sich zog. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Die Anfälligkeit für Depressionen scheint auch zu unserem Familienerbgut zu gehören. Ich kam in relativ kurzer Zeit wieder aus dem Loch heraus. Bei Carl Robert war einfach keine Besserung in Sicht. Diese Zeit seit Juni 2010 war auch für Christine Zoller, seit 2000 seine 19 Jahre jüngere Frau, eine zunehmend schwierigere Zeit. Es war einfach keine Besserung in Sicht und Carl Robert fiel eher immer noch tiefer ins Loch. Mir gegenüber sprach er nie von Suizid-Gedanken, offenbar aber seiner Frau und meinen Schwestern und auch seinen Freunden gegenüber. Natürlich haben diese ihm heftig zugeredet. Aber er hörte nicht zu. Er wiederholte immer wieder, er habe sein Leben gehabt und vieles erlebt. Zudem sei sein Bruder Ruedi auch nur 55 Jahre alt geworden. Ruedi, geboren 1943, starb tatsächlich an einem Herzinfarkt am 19. Juni 1998, erst 55jährig. Auch Ruedi ist sehr musikalisch, singt und spielt hervorragend. Er ist eidgenössischer Jodelexperte und leitet zahlreiche Jodelchöre. Ein Freude machendes Helg-Erbgut, das in glücklicher Fügung auf seinen Sohn Emanuel überging.

Für Carl Robert gab es seit Juni 2010 keine Zukunftsperspektiven mehr. Trotzdem wurde über viele Kanäle ein neuer Job für ihn gesucht. Durch den bekannten Dirigenten Mario Venzago erhielt er schliesslich den Posten als Chorleiter am Stadttheater Bern. Wir, seine Geschwister, atmeten erleichtert auf. Endlich in der Schweiz, endlich wieder etwas näher. Er wollte immer, dass seine Geschwister, auf die er sehr viel gab, an all seine Konzerte kamen. Vor allem meine Schwestern und Schwager sind ihm da stets sehr treue Anhänger gewesen. Aber auch sie waren froh, dass man nach Bern nicht mehr so viele Kilometer fahren musste. Am 15. August hätte er mit seiner Arbeit in Bern beginnen können. Noch am Dienstag seiner letzten Lebenswoche fuhr er nach Bern, um den Wohnungsvertrag zu unterschreiben.
..//.. 
Je näher der August kam, umso verzweifelter war Carl Robert. Er habe keine Kraft, er schaffe das nie, sagte er. Am Montag, den 18. Juli, rief mich Carl Robert an und fragte um meine Meinung, ob er erneut in die Klinik gehen soll. Leider habe ich es ihm nicht befohlen. Ob er mir gehorcht hätte? Ich sagte ihm nur, er soll auf seine Ärzte hören. Dann kam der Samstag, der 23. Juli 2011. Christine war am Freitag Abend zu ihren Eltern nach Uttenweiler gegangen. Bei Carl Robert war der grosse Tenor Eduardo Villa, auch er arbeitslos. Er kochte für ihn und zusammen hätten sie auch viel gebetet! Carl Robert geht um die Mittagszeit ins Staatstheater. Offenbar weiss er, dass im Theater eine Probe seines Opernchores stattfindet für die an diesem Abend über die Bühne gehende Abschiedsgala für den scheidenden Intendanten Achim Thorwald. Das ganze Team des Badischen Staatstheaters stellt für den scheidenden Chef eine rauschende Abschiedsgala mit vielen Überraschungen, aber sicher auch mit vielen emotionalen Momenten, auf die Beine. Dazu kommt eine Aufführung des Musicals Cabaret, dessen Chöre Carl Robert einstudiert hat. Beide Vorstellungen des Abends sind ausverkauft. Carl Robert muss auch von dieser Abschiedsgala gewusst haben. Übrigens veranstaltete das Staatstheater im Juni nach einer Entführung aus dem Serail – Aufführung auch eine Verabschiedung für Carl Robert. Er rief mich damals auch an, ob er gehen soll. Ich habe ihm zugeredet, er solle doch gehen. Offenbar war er mit Christine gegangen und war etwa 10 Minuten geblieben. Es soll schrecklich gewesen sein. Jetzt also die rauschende Abschiedsgala für Achim Thorwald.

Der Staatsopernchor, Carl Roberts Chor, probt über die Mittagszeit für dieses Fest. In der Pause wird Carl von einigen Sängern in der Kantine gesehen. Sie gratulieren ihm für das Engagement in Bern, kommen nach der Pause zum Chor zurück und erzählen, sie hätten Helg getroffen, aber sie könnten es sich nicht vorstellen, dass er in diesem desolaten Zustand nach Bern gehen könne. Die Probe geht weiter. Unterdessen klettert Carl Robert zuoberst auf die Beleuchtungsgalerie.

Als ich ihn mit meinen Freunden Susann und Jürg vor etwa drei Jahren in Karlsruhe besuchte, hat uns Carl Robert durch das ganze Theater geführt, auch dort hinauf. In einem englischen Bericht heisst es später, er sei hinauf gestiegen, um eine bessere Übersicht über seinen Chor zu haben. Carl Robert nimmt da oben an der Probe teil. Er hat sich entschieden. Auf seinem Handy findet die Polizei später eine nicht abgesendete SMS-Nachricht an seine geliebte Frau Christine, einen knappen, aber äusserst zärtlichen Abschiedsbrief. Darin bittet er Christine um Verzeihung für das, was er zu tun vorhat. Er hofft, er habe den Mut, es zu tun, weil die vom Theater Christine und ihm „alles zerstört“ hätten. Am Schluss der Probe singt der Chor spontan für die scheidenden Mitglieder den wehmütigen Abschiedssong: „Sag beim Abschied leise Servus – nicht Lebwohl und nicht Adieu – diese Worte tun nur weh.“
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Es verbreitet sich eine traurige und wehmütige Abschiedsstimmung. Da plötzlich ein dumpfer Knall. Carl Robert hat sich von ganz oben auf die Bühne herab gestürzt. Der Chor ist geschockt. Erster Gedanke: Unfall eines Beleuchtungsmannes. Drei Personen eilen sofort zum Verunfallten: darunter der Chorsolist Miroslav Belamaric. Er spricht mit ihm, erkennt ihn aber nicht. Carl Robert erkennt Miros Stimme, will sich zu ihm drehen, kann es aber nicht. Er stöhnt, es tue ihm alles weh. Er entschuldigt sich. Miro versucht während 10 Minuten, bis die Rettung da ist, Carl Robert zu beruhigen und still zu halten. Er sei voll Leben gewesen und hätte sich bewegen wollen, was ihm aber nur zusätzliche Schmerzen bereitet.

Als Carl Robert ins Spital überwiesen wird, wäscht sich Miro seine blutverspritzten Hände und vernimmt, dass es sich beim Verunfallten um Carl Robert handelt, um den Carli, wie sie ihn im Chor liebevoll nennen. Im Spital wird Carl Robert notfallmässig operiert, überlebt die Operation aber nicht.

Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein, schockt das gesamte Theaterpersonal und macht es sprachlos. „Wir haben uns aneinander festgehalten, um den Schock zu überstehen“ – wird Achim Thorwald am folgenden Tag in einer Zeitung zitiert. Im Internet stand zu lesen: „Abschiedsgala und Cabaret fallen wegen schwerem Bühnenunfall aus“. Die Karten werden zurückgenommen.
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Er findet zärtliche Worte für Christine und bittet sogar um Verzeihung. Dass er an seine Geschwister, auf die er immer soviel gegeben hat, nicht denkt, kann ich nur der Tatsache zuschreiben, dass sein Kopf nicht mehr klar denken konnte, was er im Abschiedsbrief auch offen zugibt. Wir wollen es ihm nicht nachtragen.
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Ich kann nur Gott danken, dass er nicht noch andere Menschen mit in den Tod gerissen hat. Es ist hart, sehr hart, zum zweiten Mal einen hochbegabten, nur 55 Jahre alt gewordenen Musiker-Bruder zu verlieren. Wie viel härter noch muss das für Christine sein?

Lieber Carl Robert! Ich wünsche Dir, dass Du jetzt in eine bessere Welt gelangt bist, wo Dir wieder ein klarer Kopf und neue Lebenskraft geschenkt ist. Dass Du Dein kostbares Leben mit so grossen Talenten hinwirfst, das hätte ich Dir nie zugetraut. Damit hast Du deiner liebsten Christine, deinen Geschwistern und unzähligen Freunden unsägliches Leid zugefügt. Ich weiss, Du hättest das niemals gemacht, wenn Dir das alles bewusst gewesen wäre. Aber Du hattest schon über ein Jahr lang keinen klaren Kopf mehr. Deine Krankheit hat Dich müde und unzurechnungsfähig gemacht. Ich bete zu Gott, dass er Dir ein milder Richter sei und dass Christine den Weg ohne Dich finden kann.

Am Freitag, den 29. Juli, wurde Carl Robert in Uttenweiler, in der wunderschönen Heimat seiner geliebten Christine, beigesetzt. Uttenweiler liegt mitten in einer benediktinischen Gegend. Es sind nur 7 Kilometer zum berühmten aufgehobenen Kloster Zwiefalten und nur 13 Kilometer zum ebenfalls aufgehobenen Benediktinerkloster Ochsenhausen.

Gesegnetes Erdreich also – ein grosser Trost für mich. Requiescas in pace, lieber Carl Robert!

Dein kleiner Musiker-Bruder Lukas, der Dich stets bewundert hat und der jetzt, wie Christine, meine Geschwister und unzählige Freunde, Deinen Freitod schlucken muss. Leb wohl! Adieu – zu Gott – Gott empfohlen. Nicht Servus – nein: Adieu – à DIEU!

Einsiedeln, 1. August 2011

Abschiedsgottesdienst für Carl Robert
1. Musik: Zum Einzug: Orgelspiel Emanuel (ab 13.45)
2. Einleitung
3. Kyrie: 3 Anrufungen mit Kyrie KG 70 (Liedblatt = L)
4. Gebet
5. Lebenslauf (Anita)
6. Musik: Eduardo Villa: Pieta Signore
7. Erster biblischer Text: 1 Kön. 19,3-13a (Fredi)
8. Musik: Gion Jäger: Caro mio ben
9. Predigt
10. Zweiter biblischer Text: Offb 21,1-5 (Marion)
11. Musik: Lukas Wecker Meditation aus Thais
12. Fürbitten: (P. Urban Muri Gries) mit KG 31,7
13. Musik: Orgelspiel zur Gabenbereitung
14. Praefation
15. Heilig: KG 110 (L)
16. Hochgebet – Vater unser – Lamm Gottes
17. Musik: Claudio Versace: Ave Maria
18. Gebet
19. Lied: KG 541,1-3 (L)
20. Segen
21. Musik: Chor von Uttenweiler: Salve Regina
22. Musik: Zum Auszug: Orgelspiel

 

Carl Robert Helg
in der Schweiz geboren, leitet er von 1973-75 den Kirchenchor Lütisburg und von 1975-79 den Kirchenchor Bazenheid unter anderem mit Messen von Haydn, Mozart, Dvorak, Weber, Diabelli u.a.m.. Studium bei Mario Venzago und musikalische Assistenz beim Europa Cantat in Luzern.
1980-84 Leitung verschiedener Männerchöre, Assistenz am Opernhaus Zürich unter Ponnelle und Bartoletti für Carmen und als Chorleiter unter Lasserre für Comte Ory, Luisa Miller, Zauberflöte und Cabaret. Korrepetitor und Assistent von Ferdinat Leitner, Nello Santi, Ralf Weikert u.a.. Assistenz bei Chordirektor Werner Nitzer in Basel (1983).
1984-85 Theater Basel, Dirigent von Orlando Paladino,Viva la Mamma,Le Nozze di Figaro,My fair Lady.
1985-87 2.Chordirektor der Bayerischen Staatsoper und Assistenz u.a. von Wolfgang Sawallisch, Riccardo Chailly, Giuseppe Patané, Giuseppe Sinopoli, Carlos Kleiber, Sir Colin Davis und Lorin Maazel. Einstudierung der Faust-Sinfonie und Hoffmanns Erzählungen mit Neil Shicoff.
1987-90 1.Chordirektor mit Dirigierverpflichtung am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden und musikalischer Leiter des philharmonischen Orchestervereins Wiesbaden. Er assistiert 1989 für Balatch in Bayreuth als Chorleitungs-Assistent.
1990-91 Stv.Chefdirigent des Musicals Phantom der Oper im Theater Neue Flora Hamburg.
1992-93 Kapellmeister im Stadttheater Hildesheim unter Werner Seitz.
1994 Tournee als Dirigent des hamburg orchestra mit den beiden Solisten Peter Hofmann und Anna Maria Kaufmann im Programm "Musical Classics" in Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, Wien, Köln, Düsseldorf, und Lübeck.
Dazwischen besucht er wiederholt Meisterkurse bei Sergiu Celibidache.
1997/98 Spielzeit 97/98 Kapellmeister und Chordirektor Staatstheater Karlsruhe, u.a.
Dirigat Don Giovanni und Hamlet. Choreinstudierung Macbeth, Hamlet, Farinelli, Regina, Jonny spielt auf, Brahms Requiem, Lucia di Lammermoor, Jungfrau von Orleans, Der fliegende Holländer, Attila u.a.m. In der Saison 1998/99 Dirigat von über 25 Vorstellungen der Hollywood Musicalromanze Mack und Mabel in der Produktion von Pavel Fieber im Konzerthaus Karlsruhe.

Februar 2000 Gründung des Carl Robert Helg Ensembles, ein Orchester mit Berufsmusikern. Konzert aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Crossair im Basler Münster. 
Mai: Opernball Karlsruhe mit Carl Robert Helg Ensemble und Victor Lanza.
Oktober: Stephanienbad Karlsruhe Bläserserenade (Krommer "Octet-partita op.79" - Gounod "Petite symphonie" - Mozart, Auszüge "Figaro"). 
November: Stephanienbad Karlsruhe Gaetano Donizetti "Requiem". 
Dezember: Masevaux (F) CONCERT DE NOËL, Leonhardskirche Basel: Regio-Initiativ-Preis im Rahmen der Kulturpreisverleihung der Europäischen Kulturstiftung PRO EUROPA mit Carl Robert Helg Ensemble; Stephanienbad Karlsruhe, Weihnachtskonzert.

2000: Neujahr: 16. opern-apéro Davos, Rezital mit Liszt Transkriptionen: Don Giovanni, I Lombardi, Norma.
März: Carl Robert Helg Ensemble - Eröffnung Konzertreihe im Stephanienbad
April: Carl Robert Helg Ensemble - Wiener Klänge in der Karlsburg
Mai: Opernball Bad. Staatstheater Karlsruhe - Carl Robert Helg Ensemble mit Victor Lanza; Stephanienbad Kalrsruhe - Muttertagskonzert mit Carl Robert Helg Ensemble
2001:
Neujahr: 17. opern-apéro Davos
April: Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble, Meditation
Juni. Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble, Neapolitanischer Abend
Juli.: Burg Hohenstein: Carl Robert Helg Ensemble mit "O sole mio" - Musik aus Italien
August: Schloss Gutenberg: Italienische Nacht und Bella Italia - belle canzoni 
Oktober: Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble, Herbstkonzert "In vino veritas".
Dezember: Schloss Schwetzingen
Dezember: Stephanienbad "Weihnachtskonzert" 
Kartenbestellungen für Stephanienbad via e-mail 
oder Fax ++49 7251 301 1583, Tel ++49 7251 83210
2002: Neujahr: 18. opern-apéro: Symphonisches Orchester Liechtenstein, Regina Renzowa, Gion Jäger, Melanie Tischhauser, Toni Bürzle.
Januar bis März: Balzers FL: Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán 

März 22. Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble
Juni 23. Nacht der 1000 Stimmen im Karlsruher Schloss. Chöre vom Badischen und Württembergischen Sängerbund sowie viele Gastchöre laden zum musikalischen Geburtstagsgruss - wollen Sie mitsingen: Sonja Reinsfelder nimmt Ihre Anmeldung entgegen
Oktober 1.19.30h Stephanienbad Karlsruhe, Carl Robert Helg Ensemble
Bass-Arien mit Konstantin Gorny
2. November, Karlsruhe, 19.30h Stephanienbad: Ave Maria und Magnificat 
VERDI - TOSTI - FAURE Christine Zoller, Sopran - Carl Robert Helg, Piano
1. Dezember Schloss Schwetzingen: Adventskonzert 11.00 Uhr Jagdsaal, Christine Zoller, Sopran


Dirigate folgender Opern:
 

Bizet: Auszüge von Carmen
Donizetti: Viva la mamma, Don Pasquale sowie Auszüge von Lucia di Lammermoor und l'elisir d'amore
Gluck: Orfeo, ed Euridice
Haydn: Orlando Paladino, Der Apotheker
Lortzing: Zar und Zimmermann
Mascagni: Auszüge von Cavalleria Rusticana
Mozart: Le Nozze di Figaro, Don Giovanni sowie Auszüge von Die Zauberflöte und Die Entführung aus dem Serail
Nicolai: Auszüge von Die lustigen Weiber von Windsor
Puccini: Auszüge von Manon Lescaut und Madama Butterfly
Rossini: Il Barbiere di Siviglia
Thomas: Hamlet
Verdi: Requiem und viele Auszüge diverser Opern
Wagner: Auszüge aus Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Der Fliegende Holländer, Die Walküre

Dirigate folgender Operetten und Musicals:
Herman: Mack und Mabel
Kálmán: Die Czardasfürstin
Lehár: Die lustige Witwe
Lloyd-Webber: The Phantom of the opera
Strauss: Eine Nacht in Venedig

Musikalische Leitung von Bühnenproben und Durchläufen in Stv. des Chefdirigenten:
Beethoven: Fidelio (Wiesbaden)
Bellini: Norma (Karlsruhe)
Bizet: Carmen (Zürich)
Cerha: Baal (Basel)
Cornelius: Barbier von Bagdad (München)
Delibes: Lakmé (Karlsruhe)
Donizetti: Lucia di Lammermoor (Karlsruhe)
Gounod: Roméo et Juliette (Basel), Faust (Karlsruhe)
Humperdinck: Hänsel und Gretel (Basel)
Krenek: Jonny spielt auf (Karlsruhe)
Leoncavallo: I Pagliacci (München)
Massenet: Werther (Wiesbaden), Don Quichotte (Basel)
Mascagni: Cavalleria Rusticana (München)
Mozart: Titus, Così fan tutte (Basel)
Offenbach: Die schöne Helena (Karlsruhe)
Saint Saëns: Samson et Dalila (Wiesbaden)
Tschaikowsky: Pique Dame (Hildesheim)
Verdi: Macbeth, Otello, Aida, Attila (Karlsruhe), Traviata, Luisa Miller (Zürich), Rigoletto, Un Ballo in maschera (Wiesbaden), Don Carlo, Falstaff, La Forza del destino (München)
Wagner: Lohengrin, Tannhäuser, Der fliegende Holländer (Wiesbaden)
Weber: Freischütz (Basel)

Gastdirigate
in Florida, Tampa Symphony Orchestra, "Tribute to Mario Lanza" (November 1991); Lüneburg: St.Michael, Verdi Requiem (April 1992) und Uraufführung der Europahymne mit dem NDR-Sinfonieorchester (April 1993); Lodz: Arthur Rubinstein Philharmonie, Slowenien Philharmonie Kosice; Kammerphilharmonie Karlsruhe, Lübecker Symphoniker, Nürnberger Symphoniker, Orchester Pro Musica Wiesbaden, Florida Festival Orchestra, Strauss-Orchester Frankfurt.

Diverse Fernsehauftritte bei ZDF, ARD, SAT.1, RTL und NBC sowie in U.S.A.

Der Pianist:

1956 in der Schweiz geboren, gibt Carl R.Helg mit 13 Jahren erste Klavierkonzerte.
1972 Orgelstudium bei Prof.Sieber.
1976 Konservatorium Winterthur mit Studium von Kammermusik, Fagott, Dirigieren, Chorleitung, Klavier und Abschluss 1980 mit der Reifeprüfung.
1978-80 Solobegleiter für die Meisterklassen Corradetti.
1981-82 Korrepetitor am Opernhaus Zürich u.a. für José Carreras Alfredo Kraus und Mirella Freni.
1983 Korrepetition mit Mstislav Rostropovich und Anne-Sophie Mutter.
1984-85 Korrepetition am Theater Basel (u.a.1.Klavier in Rossinis Messe Solenelle).
1998 Neustadt Hans Rosenthal Gala, Wiesbaden "Love and Aloha" mit Keith Ikaia-Purdy und damit in Vorbereitung eine USA Tournee für 1999, Korrepetition für den World Opera Contest Plácido Domingo OPERALIA in Hamburg
, Rezital Elisabeth Vidal und André Cognet in Tourrettes-sur-Loup

Solokonzerte in Bologna, Einsiedeln, St.Gallen, Hamburg, Neustadt, Ravenna, Wiesbaden, Winterhur und in U.S.A. (Chico, Loma Linda, Paradise, Santa Barbara) sowie verschiedene Fernseh-Auftritte im ARD und ZDF.

Freiberufliche musikpädagogische Tätigkeit in Sargans.

CD und MC Produktionen
bei Ariola Records, White Records mit Roberto Sacca.

 

Referenzen:

Bruno Bartoletti & Jean-Pierre Ponnelle
Opernhaus Zürich
'Wir bestätigen, dass während der Neuinszenierung der Oper CARMEN von Georges Bizet, Herr Carl Robert Helg einige Proben mit den Solisten Agnes Baltsa, Rebecca Cook, Jon Buzes, Simon Estes und den Ensemble-Mitgliedern des Opernhauses musikalisch geleitet hat.
Er dirigierte zur vollen Zufriedenheit der Beteiligten. gezeichnet: Bruno Bartoletti, Jean-Pierre Ponnelle, 21.4.1982'

Werner Nitzer
Chordirektor Theatre Royal de la Monnaie Bruxelles
'Carl Robert Helg war 1983-1985 am Theater Basel mein Assistent. In dieser Zeit fiel, neben seiner besonderen Begabung als Chordirektor, sein "Gesamtgspürsinn" für das Medium "Oper" auf. Er verstand es, den Chor als Teil eines Ganzen zu sehen und diesen Teil wirkungsvoll in die gesamte Produktion zu integrieren.' gezeichnet: Werner Nitzer, 12.3.1996

Wolfgang Sawallisch
Staatsoperndirektor Bayerische Staatsoper München
'Herr Carl Robert Helg war vom September 1985 an für zwei Spielzeiten als Chorassistent an der Bayerischen Staatsoper tätig. Dank seiner Musikalität und seiner ausgezeichneten pianistischen Fähigkeit wurde er der vielfältigen Aufgabe eines Chor-Assistenten voll gerecht. In kurzer Zeit erarbeitete er sich das gesamte Repertoire und konnte bald zu selbständiger Arbeit mit dem Chor eingesetzt werden. Ganz besonders muss sein Engagement für den Kinderchor hervorgehoben werden, den er mit grossem pädagogischen Einfühlungsvermögen aufbaute und zu grossen Leistungen führte.
Die Zusammenarbeit mit Herrn Helg wäre fortgesetzt worden, wenn er nicht schon nach 2 Jahren darum gebeten hätte, einem Ruf als Chordirektor nach Wiesbaden folgen zu können. gezeichnet: Wolfgang Sawallisch, 2.1.1990'

OPERA NEWS 1988 Wiesbaden, Lohengrin (Hartmut Jakobi)
'.........Zu dem hervorragenden Gesamteindruck trugen auch die von CARL ROBERT HELG excellent einstudierten Chöre bei.

Peter Hofmann
'Im Sommer 1991 habe ich im Rahmen der Hamburger "Phantom der Oper" Aufführung im Flora Theater mit dem Dirigenten Carl Rober Helg zusammengearbeitet. Auf und hinter der Bühne war unser Arbeitsverhältnis von Harmonie geprägt. Herr Helg hat durch sein Musikverständnis und durch seine Kreativität das Musical bereichert. gezeichnet: Peter Hofmann, August 1992

Anna Maria Kaufmann
Von Juni 1991 bis Dezember 1991 habe ich bei der Hamburger "Phantom der Oper" - Produktion Herrn Carl Robert Helg schätzen gelernt. Sowohl als Coach beim Einstudieren meiner Rolle als auch als Dirigent auf der Bühne habe ich gerne und erfolgreich mit Herrn Helg gearbeitet.
Seine Präsenz hat die gesamte Theateratmosphäre positiv beeinflusst. gezeichnet: Anna Maria Kaufmann

Verdi Requiem
, Lüneburger Nachrichten, 28.4.1992 (oc)
.........Helg, am Pult ein Tänzer, sorgte für zügige Tempi und packte das Requiem besonders an seiner szenisch-dramatischen Seite: Das urplötzlich einsetzende, refrainartig wiederkehrende "Dies Irae" wurde zum faszinierenden Erlebnis, gewaltig gesteigerte Klangwuchten, fesselnd austariert in den angstvoll niederstürzenden Vokal-Linien und den erschütternden Orchesterballungen. In diesen Kernmomenten musste Helg die akustischen Besonderheiten der Kirche ausser acht lassen. Er hatte sich aber mit dem Nachhall in St.Michaelis vertraut gemacht. Zu spüren, wie er kleine Zäsuren entsprechend setzte, dass der Ton im Kirchenschiff verdämmern konnte. Auch das zeichnet eine durchdachte Konzeption aus. ........Phantastisch die von Helg betont geforderte Blech-Abteilung.'

hamburg orchestra
Rainer Castillon, D-21217 Seevetal
(Hier handelt es sich um eine Orchesterformation aus professionellen Musikern der drei grossen Hamburger Orchester.)
'Schon in der Probenarbeit mit dem Dirigenten Carl Robert Helg zeigte sich von der ersten Minute an, dass dieser Dirigent Meister der Materie Musical ist. Die eingespielten Erfolge bei allen Konzerten der Tournee mit Peter Hofmann und Anna Maria Kaufmann und das bei dieser Gelegenheit eingespielte Video sind Zeugnis seiner unbeschreiblichen Musikalität und seines Temperaments. Das 'hamburg orchestra' erfreute sich bereits im Januar 1994 harmonischer Zusammenarbeit mit Herrn Helg, nicht Musicals, sondern Opernliteratur von Mozart bis Puccini und von Beethoven bis Wagner standen damals auf dem Programm eines stürmisch gefeierten Opernarien-Konzertes in der Hamburger Musikhalle. gezeichnet: Rainer Castillon, 5.3.1996'

Information:
Anton Herbert Honegger

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