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+ + +  10 Gedanken zur Erstellung einer Homepage   + + +

Anton Herbert Honegger

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Internet-Präsenz und strukturbedingte Misserfolge.

Mit der Internet-Präsenz ist der Erfolg nicht logischerweise vorprogrammiert. 

10 Gedanken zur Beachtung einer Site-Gestaltung (Homepage)

 

1. Strategischen Grundausrichtung

Auch ein Online-Vorhaben erfordert eine klare, strategische Grundausrichtung. Erst über die Festlegung einer Strategie zeigen sich unternehmerische Handlungsalternativen auf und begleiten das Online-Engagement zum Erfolg.

Das Internet bewegt sich in einem dynamisches Umfeld verändert sich laufend, darauf muss man sich einstellen. Das Konzept muss diesem Umstand wie auch den im Netz präsentierten Inhalten permanent Rechnung tragen.

Wir wollen mit unserer Site die kompetentesten und umfangreichsten Inhalte zum Thema Gastronomie anbieten und werden dadurch zur meistbenutzten Ressource.

Oder

Wir beabsichtigen, das meistbesuchte Diskussionsforum zum Thema Film einzurichten. Dadurch können wir die aktuellen Texte stetig mitverfolgen und erhalten über deren Auswertung für uns wichtige Daten aktivster Forumsteilnehmer, mögliche potentielle Interessenten für unsere Filmprojekte.

Eine auf diese Weise ausformulierte Grundstrategie hilft der Umsetzung in das Internet-Projekt. Auch wird für die Marketing-Kommunikation eine gute Basis  geschaffen, denn konkrete Vorteile und Nutzen, den eine Site potentiellen Kunden bieten soll, können so konkret erkannt und kommuniziert werden, ohne dass sich Anspruch und Wirklichkeit widersprechen. Alles beginnt mit der Startseite.

 

2. Spielereien

Der Erfolg einer Internet-Präsenz hängt nicht von einer bestimmten Grafik oder einem auffälligen Erscheinungsbild ab. Auch nicht davon, dass viele Java-Applets eingebaut sind oder dem Besucher Musik geboten wird. Das sind Nebensächlichkeiten, die sich oft kontraproduktiv auswirken.

Entscheidend ist ein schlüssiges Gesamtkonzept, sind hochwertige Inhalte und der resultierende Nutzen für die Zielgruppe.

 

3. Fehlbesetzungen im Projekt-Team

Eine Internet-Präsenz erfordert Branchen und Fachwissen. Menschen mit unterschiedlichen Kenntnissen und Hintergründen sind vorteilhaft, und der Nachteil, dass die am Projekt Beteiligten nicht immer dieselbe Sprache sprechen kann mit der Einbindung eines Mitgliedes der Geschäftsleitung ausgeglichen werden. Marketing und Technik nähern sich den Problemstellungen aus völlig verschiedenen Blickwinkeln.

Man scheitert oft an Fehlbesetzungen. Zumeist findet man entweder Techniker (Systemadministratoren, Programmier-Spezialisten) oder Marketingfachleute (Webdesigner, Grafiker) auf der Projektleiter-Position. Da technisch orientierte Spezialisten die Internet-Präsenz meist nur aus solcher Sicht sehen, ist die Gefahr gross, dass die Site zum Ablageplatz technischer Spielereien wird. Die Werbeleute wiederum sehen in der Site eine Spielwiese für grafische Experimente und messen der grafischen Gestaltung ein Gewicht zu, das völlig überbewertet wird. Die wichtigste Gruppe bleibt bei beiden Gruppen auf der Strecke: Der Nutzer - es wird an seinen Bedürfnissen vorbeikonzipiert.

Unumstritten sind die verschiedenen Fachkenntnisse einzelner Experten wichtig. Eine gesunde Mischung aus erfahrenen Fachleuten wie: Webdesigner, Texter, Techniker und einer der Gruppe übergeordneten Projektleitung die den Kundennutzen in den Vordergrund stellt.

Der Blick dafür, was ein Online-Projekt erfolgreich macht, wird am besten geschärft, indem man sich selbst viel im Netz bewegt.

 

4. Erfahrungen nicht über den Haufen werfen

Das Internet einige traditionelle Marketing- Konzepte und -Methoden grundlegend verändert oder gar beseitigt. Beispielsweise sind Kommunikations-Methoden des Direktmarketings keinesfalls auf e-mail zu übertragen.

Es gibt aber keinen Grund, jahrzehntelange Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Marketing jetzt für das Internet über Bord zu werfen. Fast alle Grundregeln des Marketings haben auch im Internet ihre Berechtigung.

Das Direktmarketing lehrt, wie wichtig die Textgestaltung ist. Bei einer gedruckten Broschüre und bei allen Prospekten sind Entscheidungen  Chefsache – für die Internet-Präsenz wird das oft fahrlässig delegiert.

Das Marketing lehrt, den Zielgruppe die konkreten Vorteile und Nutzen zur Inanspruchnahme der Unternehmens-Leistungen so eindeutig und klar zu kommunizieren. Im Netz hingegen werden langweilige Seiten "Über uns" geboten, die die eigene Unternehmensgeschichte anleuchten, dem Besucher aber nicht klarmachen können, wofür das Unternehmen eigentlich steht !

 

5. Aktualität und Interaktivität

Das Medium Internet bietet die Möglichkeit, aktuelle Inhalte sehr vielen Benutzern zur Verfügung zu stellen und diese auch interaktiv (mit direkter Antwort) zu nutzen. Gerade diese Dienste Chats,  Foren,  Maillists oder Feedback-Möglichkeiten bringen allen Beteiligten einen hohen Nutzen, doch werden sie nur selten angeboten. Dabei gehen wertvolle Potentiale verloren. Das Internet als Virtual Community verkommt zur Plakatsäule, anstatt dass man es auch zur Marktforschung einsetzt.

   

6. Strukturen der HP der Suchmaschinenlogik anpassen

Es gibt keinen Grund dafür, dass die Online-Präsenz ausschliesslich maschinell und kalt Wirken soll. Viele Sites verströmen bereits beim ersten Besuch etwas Charme, während andere seltsam abweisend und kalt wirken. Es verhält sich ähnlich wie in der Gastronomie, der Gast fühlt sich wohl oder er flüchtet.

Auch ein gut besuchtes Forum kann Wunder wirken. Die Inhalte wirken auf den Besucher lebendig, anziehend und realistisch.

Über den Charme allein kann man die Site nicht finden - hier geht es um die Einhaltung von Grundregeln bei der Erstellung von MetaTags:

Titel - Beschreibung - Schlüsselbegriffe

Es gibt Anbieter, die hier begleitend beraten und die Site auch bei wichtigen Suchmaschinen registrieren. 

 

7. Zuviel Technik

Die meisten Techniken wie Java, Flash, Plug-Ins u.a. sind auf einer Website so überflüssig wie eine Warze auf der Nase. Durch ihren Einsatz bringen sie dem Betrachter auch technische Probleme, die seine Nutzung erschweren, verumständlichen oder gar verunmöglichen. Ein Java-Applet auf der Empfangsseite kann einen Besucher davon abhalten weitere Inhalte anzuschauen.

Schrecklich ein Empfang mit: "Unsere Site ist optimiert für XY,"  oder "Damit Sie unsere Site betrachten können, laden Sie sich bitte Plug-In XY herunter " und  "Bevor es weitergeht sehen Sie nun unser Flash-Intro". Das sind keine Hemmschwellen, das geht schon mehr in Richtung Stacheldraht.

Eine Internet-Präsenz muss für alle Nutzer reibungslos funktionieren, für alle mit einer minimalen Computer-Ausrüstung wie alle ohne grossen PC- und Internet-Kenntnisse. Die Entscheidung, ob die genannten Techniken eingesetzt werden, lassen sich durch die Fragen geben: Ist damit für den Nutzer ein konkreter Vorteil gegeben, und was ist die 2. oder 3. Reaktion des Users bei seinem Besuch der Site.

 

8. Eigenheiten des Mediums nützen

Das Medium Internet hat ganz besondere Möglichkeiten und Eigenheiten, die es von andern Medien abhebt und einzigartig macht. Wer das nicht beachtet verkennt die Potentiale des Netzes:

Interaktivität, Aktualität und viele hochwertige Inhalte – die Suche nach Informationen gilt als Hauptanwendung im Netz. Diese Erkenntnis verdeutlicht die Wichtigkeit der Inhalte. Es geht darum, den Besuchern der Site kompetente und umfassende Inhalte zu bieten. Hier sind die besondere Kostenstruktur des Netzes und seine digitalen Inhalte von Vorteil. Egal ob von Zehntausenden abgerufen oder nur von wenigen besucht, aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Kostenfaktor unerheblich, dieser tendiert gegen Null.

Diese Umstände ermöglichen das Bereitstellen von Inhalten für eine sehr grosse Nutzerzahl zu äusserst geringen Kosten. Dies bedeutet, dass selbst hochwertige und umfassende Inhalte für den Nutzer kostenlos angeboten werden müssen. Wer dieses Prinzip missachtet, wird scheitern.

Qualität und Quantität für die Inhalte wichtig. Eine Online-Präsenz, die lediglich aus Eigenreklame besteht, bietet dem Besucher keinen erkennbaren Nutzen. Findet er hingegen wertvolle Informationen und Inhalte, wird zwangsläufig Loyalität und Vertrauen aufgebaut. 

Die Bereitstellung von Inhalten dient auf verschiedene Weise: Einerseits sind diese Informationen neben korrekten MetaTags auch Futter für Suchmaschinen,  andererseits sind sie Grundlagen für Empfehlungen. Aus Untersuchungen, wie Internet-Nutzer einzelne Sites finden, haben ergeben, dass Empfehlungen von Bekannten und Freunden dabei eine grosse Rolle spielen. Erst eine WWW-Präsenz mit hochwertigen Inhalten wird diese Empfehlungsbereitschaft stimulieren.

Den besten Nutzen erreicht man:
- wenn die Interaktion sowohl dem Anbieter als auch dem User nützt 
- wenn aktuelle Informationen zeitnah bereitgestellt, werden
- wenn aus Zielgruppensicht relevante Informationen, die ständig ergänzt werden,  in hoher Qualität nd Quantität angeboten werden
- wenn diese Dienste dem User kostenlos angeboten werden

 

9. Stiefkind e-mail-Kommunikation

Die Kommunikation via e-mail zu vernachlässigen, gehört zu den grössten und häufigsten Fehlern, die bei einer kommerziellen Online-Präsenz gemacht werden können. Eine Site existiert nicht isoliert. e-mail und Netz-Präsenz müssen sich sinnvoll ergänzen. Der User will seine Informationen schnell und auf seine Fragen erwartet er kurzfristig eine Antwort. Erfolgt diese nicht schnell genug, so ist das unverzeihlich. Der Rhythmus der Kommunikation ist ein anderer wie bei der konventionellen Post.

Auch Möglichkeiten für ausgehende e-mails sind gegeben: Newsletters, Maillists, Marktforschung.

Achtung vor der Spam-Problematik. e-mails dürfen auf den Empfänger keinesfalls den Eindruck einer unerwünschten Werbesendung machen. Wird das nicht beachtet, so ist die Konsequenz kontraproduktiv und schädlich.

 

10. Behinderungen

Bei den technischen Behinderungen zeichnet sich die Kontraproduktivität ab. Es muss sichergestellt sein, dass alle potentiellen Besucher, also auch solche ohne technischen Sachverstand oder mit leistungsschwacher PC-Ausstattung, die Site betrachten können. Auch das Abfragen von Personendaten ohne einen erkennbaren Nutzen gehört zu unnötigen Hürden. Eine schlechte Site-Navigation und eine schwache Übersicht sind weitere Hindernisse.

 

Information:
Anton Herbert Honegger

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